Beide Zahlen beantworten dieselbe Frage — welches Objekt dein Haushalt noch
tragen könnte. Verschieden ist nur, welche Lebenshaltung
angesetzt wird: die niedrigere Rechnung 800 € für die erste Person und je
250 € für weitere Personen, die höhere 1.300 € und je 400 €. Beides sind
Modellannahmen, keine gesetzlichen Vorgaben; woher sie stammen, steht unter
„Methodik der Pauschalen“. Welche Bank wie rechnet, erfährst du erst, wenn du
dort anfragst — deshalb steht hier eine Spanne und keine einzelne Zahl.
Von deinem Einkommen werden diese Lebenshaltung und deine festen Ausgaben
abgezogen; die Miete des Objekts wird zu einem Teil als Einkommen angerechnet.
Was übrig bleibt, ist die Rate, die du monatlich stemmen könntest — abzüglich
200 € Sicherheitsabstand, damit nicht die erste Reparatur die Rechnung kippt.
Zu dieser Rate wird dann der Kaufpreis gesucht, der dazu passt.
Zwei Annahmen solltest du kennen, weil sie den oberen Wert freundlich
aussehen lassen: Gerechnet wird mit derselben Mietrendite wie bei deinem
Objekt — ein doppelt so teures Objekt bringt hier also doppelt so viel Miete und
bezahlt sich damit auf dem Papier zum Teil selbst. Kaufpreise können
schneller steigen als Mieten. Und dein Eigenkapital wächst nicht mit: Bei
einem teureren Objekt sinkt dein Eigenkapitalanteil, was die Finanzierung
zusätzlich erschwert.
Zins, Tilgung, Wohnfläche und Hausgeld bleiben so, wie du sie eingetragen
hast. Gerechnet wird also dasselbe Objekt zu einem anderen Preis, nicht eine
andere Wohnung.